6. Februar 2024

Wer hat Angst vor den Mitgliedern?

Üblicherweise gibt es auf den ver.di-Tagungen und Konferenzen kein Sicherheitsdienst (Security), es sei denn der Bundespräsident oder der/die Kanzler*in kommen.

Anders war es bei der Bundesfachbereichskonferenz Handel: hier hat ver.di für die Konferenztage am 17.4. (Bundesfachgruppenkonferenz Einzelhandel) und 18.4. (Bundesfachbereichskonferenz Handel) einen Sicherheitsdienst beauftragt. Und zwar nicht zum Schutz von Amtsträger*innen, sondern wegen mir.

Den Delegierten wurde suggeriert, dass es eine Gefährdungslage und Sicherheitsrisiko gebe und ich die Konferenz „stürmen“ oder „stören“ wolle. Damit wurde ein vermeintliches Bedrohungsszenario konstruiert, welches ein Gefühl von Unsicherheit und Angst vermittelt.

Ich habe das gestern während meiner Rede vor den Delegierten angesprochen und angeprangert. Es wurde von der Konferenzleitung sowie dem ver.di-Bundesvorstand (es waren neben den Vorsitzenden vier weitere Bundesvorstandsmitglieder anwesend!) nicht bestritten, dass man extra wegen mir einen Sicherheitsdienst für die Konferenz beauftragt hat.

Diese Art der Kriminalisierung eines Kandidaten finde ich für unsere Gewerkschaft unwürdig! Zudem sollte man meines Erachtens die Mitgliedsbeiträge unserer Gewerkschaftsmitglieder für derartige unsinnige Maßnahmen nicht so aus dem Fenster werfen.

(Foto vom 18.4.2023 im Tagungshotel Estrel Berlin)