„Juristische Auseinandersetzungen prägen das Verhältnis zwischen dem langjährigen Gewerkschaftssekretär Orhan Akman und ver.di. (…)
Gewerkschaftsfunktionär Orhan Akman und sein Arbeitgeber Verdi haben sich am Donnerstag erneut vor dem Berliner Arbeitsgericht getroffen. Dieses Mal ging es abermals um eine fristlose Kündigung, gegen die Akman Klage erhoben hat, sowie um einen Konflikt über ausstehende Entgeltfortzahlung. Die Arbeitgeberseite wirft dem Kläger vor, Arbeitszeit vorgetäuscht zu haben. (…)
In der knapp zweistündigen Verhandlung, die mehrfach für Beratungen unterbrochen wurde, kamen nicht nur Arbeitszeit und Krankmeldungen des Klägers zur Sprache, sondern auch das offenbar seit langem beschädigte Vertrauensverhältnis. Akman sagte, er wolle eigentlich weiterarbeiten und sehe sich einer politischen Kampagne ausgesetzt, seit er innerorganisatorische Kritik geäußert und eigene Ambitionen für den Verdi-Bundesvorstand angemeldet hatte. Die Arbeitgeberseite machte dagegen deutlich, dass sie sich eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht vorstellen kann. (…)
Das Gericht schlug einen neuen Vermittlungsversuch vor. Bisher liegen die Vorstellungen weit auseinander. (…)“
